Der Anfang.
Gebaut wird von 1902 bis 1904; im Bild die Kräutelsteinbrücke, eine Bahnbrücke über die Erlau mit dem tiefen Felseinschnittt oberhalb Schaibing und ein Trupp Bauarbeiter im Erlautal. Es werden auch viele Italiener, Kroaten und Österreicher beschäftigt. Häufig kommt es zu Unfällen. Am 15.11.1904 fährt der erste Zug von Passau nach Hauzenberg.
Impulsgeber: Granit.
Der Granit ist Impulsgeber und Rückgrat für die Bahn. Die Eisenbahn ihrerseits sorgt für einen enormen Aufschwung der Granitindustrie. Im Bild der Lagerplatz der Granitwerke Kinadeter am Hauzenberger Bahnhof (mit den beiden »Kelheimer Säulen«, die für den Transport nach München vorbereitet werden), der an die Bahnlinie angeschlossene Bremsberg und der Kerberschachet, der heutige Königsee.
Hochbetrieb.
Die Lok 98.830 im Hauzenberger Bahnhof, 1946. Diese Lokomotivgattung wird über 30 Jahre lang zwischen Passau und Hauzenberg eingesetzt. Die Kräutelsteinbrücke war 1945 gesprengt worden. Nach dem Wiederaufbau wird sie am 13. Mai 1949 durch Bischof Simon Konrad eingesegnet. Bereits seit den 1950er-Jahren werden auf der Strecke Passau-Hauzenberg auch Schienenbusse eingesetzt.
Ende.
Und Neubeginn.
Der letzte Zug im Personennahverkehr fährt im September 1970. Seit 1978 verkehren Sonderzüge der Passauer Eisenbahnfreunde. 2002 muss nach dem verheerenden Hochwasser der Zugverkehr eingestellt werden. 2007 gründet sich der Förderverein Lokalbahn Passau-Hauzenberg, der sich auch in der Streckenbetreuung engagiert. 2010 ist die gesamte Bahnstrecke freigeschnitten!